Die Peterskirche

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Die Peterskirche und Besuch aus Shanghai

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1. die Peterskirche,

Quelle: Hans Döhn, Kibo, Geschichte einer Stadt, S. 104 ff. sehr detaillierte Geschichte
  • 1135 erstmalige Erwähnung als (katholische) Remigius Kirche
  • Der Kirchturm gehörte – wie so üblich – der Stadt Kibo, denn er diente als Warn-, Wehrturm. Seine Glocken läuteten bei jeder Gefahr wie Feuer, drohende Überfälle etc.
  • Um das Kirchengebäude herum war auch der mittelalterliche Friedhof.
  • 1556: durch die Reformation wurde das Kirchengebäude „Lutherisches Gotteshaus“ und in Peterskirche umbenannt

1.2.: Religionsfreiheit für Reformierte Kirche in 1738,

by Detlef Uhrig

reformierte-kirche

12.1.738: durch die obige Verordnung erlangte die reformierte Glaubensgemeinschaft die volle Anerkennung und somit die Religionsfreiheit. Der Erlass beinhaltete folgende wichtige Regelungen:

1-) dem Stadtrat sollten künftig zwei reformierte Personen angehören, 2.) die reformierten Bürger haben das Recht auf freien Handel und Wandel. 3.) Förderung ihres Hausbaus durch a) Gewährung eines Bauplatzes in der Vorstadt bzw. Oberstadt. b) freies Bauholz, c) Startgeld von 10 Gulden. 4) Gewährung der 10jährigen Steuerfreiheit von der ESt und Reaksteuern

5.) die reformierte Religionsgemeinschaft darf frei ihren Geistlichen und Kaplan, sowie den reformierten Lehrer wählen! Der Pfarrer hat das Recht der freien Religionsausübung, er darf ungehindert taufen, das Abendmahl reichen, die Trauungen vornehmen, die Kranken besuchen und Leichenpredigten halten. Er darf die Straftäter im Gefängnis aufsuchen und ihnen Zuspruch erteilen,  sowie die zum Tode Verurteilten zum Richtplatz begleiten.

Dieses Recht galt ab dem 25.8.1748 im ganzen Herrschaftsbereich der Fürsten Nassau-Weilburg.

1.3.: Erwerb der Peterskirche 1738 – 1743

das fürstliche städtische Gesamtbau-Konzept sah den Bau der großen, neuen Paulskirche vor, in der die Bevölkerungsmehrheit der Lutheraner ihr Glaubenszentrum fanden. Die ersten Taufen etc. wurden dort im Febr. 1744 vorgenommen.

Die Reformierte Kircher erhielt als Beweis ihrer staatlichen Anerkennung die Peterskirche als ihr Gotteshaus  übertragen, die sie zum Preis von 40.000 Gulden erwerben sollte.  Mit der Order vom 13.1.1738 wies der Fürst Carl August seinen Kämmerer an, der reformierten Gemeinde als Starthilfe 1.000 Reichsthaler = 1.500 Gulden jeweils am 1. November der Jahre 1738, 1739 und 1740 zu zahlen, also insgesamt 3.000 Reichsthaler = 4.500 ‘Gulden..

Um den Kaufpreis aufzutreiben,reisten die reformierten Pfarrer und Kirchenältesten in den nächsten Jahren in die reichen Glaubensgemeinden  der Calvinisten bzw. Reformierten in die Schweiz und Niederlande, um Spenden zu bitten. Zum Beweis ihrer Rechtmäßigkeit hatten sie gesiegelte Begleitschreiben mit dem Nassau-Weilburgi´schen Wappen und  einen Pass dabei. Diese Aktionen müssen  derart erfolgreich gewesen sein, dass die Reformierte Kirche im Jahr 1750 in der neuen Prinzengasse N° 7 =  heute Amtsstraße, gegenüber der Paulskirche ihr Schulhaus bauen und finanzieren konnte.

1.4.: Joh. Abraham Müller, 1. Pfarrer von 1738 – 1741

Abraham Müller hatte nur eine kleine Gemeinde zu betreuen. Er taufte erstmals am 18.5.1738: im ganzen Jahr waren es 4 Taufen; im Jahr1739: = sieben Taufen, im Jahr 1740 = 6 Taufen und in 1741 = sechs Taufen;

Heiraten: 1738: = 2 Copulatioen, In 1739:

25,1,1739 Heirat des Jacob Köchlein (# 11593),

29.1.1739: Marriage of Henrich Kalbfuß * 22.11.1711 (# 11112)

10.2.1739: Wedding of Valentin Barmann

1740: keine Heirat

7.5.1741: Heirat des Georg Friedrich Pistor * 11.4.1717 oo Anna Maria Kalbfuß * 15.7.1713 ( # 15503 oo 11111)