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# 12950: Die Familien Lucae, von Detlef Uhrig

# 12950 Lucae Friedrich Heinrich, Amtsschreiber,

  • 3.12.1709 in Ziegenhain, † 26,8.1773 in Kibo, Sohn des Carl Lucae, Jurist in Ziegenhain
  • Friedrich Heinrich Lucae oo Susanna Elisabetha Gall, † 2.1.1769 in Kibo
  • Kinder des Friedrich Heinrich Lucae: (1.) Joh. Theodor Lucae * 5.6.1739, † 2.1.1798, (Familienbuch #12951). 2. Sophia Susanna Lucae * 25.7.1742, (3.) Franzisca Friederica Johannetta Lucae, (4.) Justus Christian Lucae * 14.10.7144, wurde Händler in Frankfurt. (5.) Louisa Christina Lucae * 15.4.1747,

    # 12951 aus 12950: Joh. Theodor Lucae

  • * 5.6.1739 in Kibo, † 2.1.1798; Küfermeister und Bierbrauer, stellvertretender Bürgermeister in 1774, wohnte in der Oberstadt, Haus 98, (siehe alte Karte von 1730) oo 7.8.1764 Anna Ursula Fischer * 13.1.1741, † 25.8.1805, Tochter des Philipp Henrich Fischer oo 8.11.1735  Susanna Margaretha Bechthold * 12.12.1718 (Familie # 6403)
  • Kinder des Joh. Theodor Lucae: (1.) Susanna Louisa Lucae * 8.8.1765, ihre Ehe oo 6.11.1787 Joh. Friedrich Fischer * 18.12.1747, Schmiedemeister, † 26.7.1794 an der Ruhr, Sohn des Johann Paul Fischer und der Elisabetha Gertruda (siehe # 6400) (2.) Maria Christiana Lucae * 23.10.1766, (3.) Ludwig Christian Lucae * 6.5.1768, Bierbrauer; oo 12.5.1791 Maria Barbara Bechthold, * 6.12.1762, † 17.11.1801, Tochter des Ludwig Bechthold oo Maria Barbara Baum (Familie # 2251)
  • 4) Maria Philippina Lucae * 12.1.1770, †29.4.1774
    5.) Maria Barbara Lucae * 20.10.1771, † 8.7.1832,
    oo 12.6.1796 Bender Joh. Ludwig, Gastwirt, * 27.1.1775
    Eltern Georg Bender Gastwirt Goldener Ritter
    oo Maria Christina, geb. Fischer (Famlie # 2351
    6.) Johann Peter Lucae * 20.2.1773, † 25.7.1773
    7) Friedrich August Lucae * 20.6.1774
    8.) Christiana Carolina Lucae *  27.7.1775, † 11.12.1813
         oo 4.4.1796 Jacob Seng, Bäckermeister, * Winnweiler (#  195756)
    9.) Philipp Theodor Lucae  9.11.1778, †20.2.1816
        Küfer, Langgasse 150
    oo 13.6.1805 Charlotta Elisabetha Dreher * 27.1.1783, † 17.12.1813
          ihre Eltern: Joh. Georg Dreher. oo 8.12.1784 Regina Bloch (# 4813)
    10.) Carl Ludwig Lucae * 17.11.1781, † 25.12.178
    11) Christina Elisabetha Lucae * 2.1.1783, † 3.1.1814 Schlossgasse 27
           oo 16.12.1808 Chormann Georg Friedrich * 30.6.1763 ( # 3457
    Gastwirt zu Bischheim

    # 12952 aus 12951: Lucae Ludwig Christian * 6.5.1768, † 23.3.1858

    war Bierbrauer, betrieb ein Gasthaus, Bürgermeister von 1830 bis 1835, sein Platz in der Paulskirche war C, Reihe 1, Sitz 6, Er bezahlte jährlich dafür 6 Gulden. (Vergleich: die Hebamme bekam für ihre Dienste im Jahr nur 20 Gulden) seine Ehefrauen:

  • 1.) oo 12.5.1791 Maria Barbara Bechthold * 6.12.1762, † 17.11.1801, Tochter des Ludwig Bechthold (# 2251)
  • 2.) oo Philippina Friederica Baum * 6.5.1766 Göllheim, † 2.11.1836, Tochter des Conrad Friedrich Baum und der Sophia Hartung.
  • vier Kinder der 1. Ehe: 1. Ludwig Theodor Lucae * 25.2.1792,    [2.) Maria Barbara Lucae, * 2.1.1794, † 14.6.1843, ihre Heirat: oo 17.11.1826 Carl Ludwig Bechthold * 25.8.1800, † 14.5.1836, Sohn der Louisa Carolina Bechthold * 3.3.1778, †2.7.1801 (# 2254) (3.) Christina Elisabetha Lucae * 12.4.1796, † 14.1.1820, (4.) Christina Elisabetha Lucae * 25.7.1799, † 7.9.1854, ihre Heirat oo 14.7.1820 Joh. Friedrich Rupprecht * 5.10.1792 Bolanderhof, † 13.8.1862, Sohn der Eheleute Georg Peter Rupprecht oo 27.11.1787 Christina Elisabetha Bauer,[# 16884]
  • zwei Kinder mit Frieda Baum:  5) Ludwig Christian Lucae, * 18.3.1803, † 22.6.1857, seine Ehe:  oo 25.11.1830 Barbara Friedrich * 2.3.1808 Neuleiningen, Tochter des Franz Daniel Friedrich und der Cath. Margaretha Lang † 17.7.1825 (# 12954), 6.) Conrad Friedrich Lucae * 25.9.1805, Gastwirt und Küfer, † 7.8.1891; seine Heirat oo 19.11.1839 Maria Barbara Küstner * 3.5.1812, † 5.7.1842, Tochter des Schullehrers Conrad Küstner und der Maria Barbara Gerheim (# 12955 oo 11941)

# 12953 aus 12952: Lucae Philipp Theodor * 9.11.1778,Küfer, † 20.2.1816 in Langgasse 150

oo 13.6.1805 Charlotta Elisabetha Dreher * 27.1.1783, † 17.12.1813, Tochter des Grünewald, Joh. Georg Dreher. oo 8.12.1784 Regina Bloch  [#4813]

Kinder des Phil. Theodor Lucae 

1.) Maria Barbara Lucae * 27.9.1808, † 10.11.1890
oo 15.7.1828 Johannes Grünewald * 16.6.1799 Bischheim
     Wagner,  † 18.3.1874
 Eltern: Valentin Grünewald,  Gipsmüller und Ölschläger
 oo Anna Charlotta, geb. Huy
2.) Eleonora Philippina Lucae * 29.9.1810
oo 12.12.1829 Beckmann Joh. Peter * 12.5.1801
Eltern. Jacob Beckmann. oo Elisa Kanofsky (# 2333)

1793 Schlacht bei Kaiserslautern

Erlenbach und die Verwundeten

Es ist nicht überliefert, wie sich der dreitägige Kampf auf Erlenbach und seine Bewohner ausgewirkt hatte. Die Otterberger Kirchenbücher weisen große Lücken auf Die Erlenbacher waren einfache Leute, aber nicht dumm. Als die französischen Truppen sich näherten, packten sie ihre Habseligkeiten und flohen mit dem Vieh in den Wald nach Baalborn und Sembach. Sicherlich hatten sich indes die französischen Offiziere des Königlich Zweibrücker Regiments in ihren Häusern gemütlich gemacht und sich die frei laufenden Hühner köstlich zubereiten lassen
Die gewitzten Höferer brachten wohl auch ihr Vieh und Saatgut vor den Preußen in Sicherheit. Ihr Weg führte über  den Schallbrunnener Weg  in eine ungewisse Sicherheit, während die preußischen und sächsischen Offiziere der Bataillone Churland, Carabinieres und Viettinghoff in ihren Betten schliefen.
Der blutige Kampf in, um und durch Erlenbach hatte schreckliche Opfer gekostet. Der preußische Kriegsbericht zählte eigentlich nur die getöteten Soldaten auf. 2.350 tote Franzosen und 800 eigene Leute Der Leser erhält dadurch innerlichen Abstand zum eigentlichen schrecklichen Geschehen. Am besten waren wohl die Gefallenen dran, die von einer Kugel getroffen wurden und den Sekundentod fanden. Was war aber mit den Blessierten, denen ein Arm abgehackt war oder denen durch Artillerie- Beschuss ein Bein abgerissen wurde? Die Schlacht war ein unerbittliches Abschlachten. Dies war heroisch für die  nicht verwundeten Sieger, die konnten triumphieren und jubelen. Aber die grässlich Verletzten, die schreiend von grauenhaften Schmerzen gequält, unversorgt herumzuckten. Es war wohl eine Gnade, wenn abends die Sieger den Schlachtplatz abgingen und den Hoffnungslosen den Todesstoß oder den Gnadenschuss gaben.