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1795 – 1805: Einführung des Standesamtes

Francois Joseph Rudler führte das Standesamt = Zivilstandsregister ein

Am 1.5.1798 führte der Regierungspräsident Rudler das Standesamt  und somit das Zivilstandsregister ein-  Dies war Teil der großen Verwaltungsreform. Nun wurden alle Bürger unabhängig von kirchlicher Zugehörigkeiten erfasst; denn alle Bürger waren ja gleich und frei.  Die Rechtsreform ging auf das  Gesetz vom 20. September 1792  der Franz. Republik zurück. Kirchliche Trauungen durften erst nach der standesamtlichen Hochzeit vorgenommen werden. Dazu waren 27 Gesetze und Verordnungen notwendig im Zusammenhang mit diesem Register standen. Hier fanden sich auch Regelungen zur Ehescheidung und zu Kindern, welche außerhalb ehelicher Verhältnisse geboren wurden. Rudler bestimmte, dass die Munizipalbeamten die alten Kirchenbücher binnen acht Tagen einsammeln sollten. 1804 wurde auch das neue Zivilstandsrecht in den Code Civil aufgenommen, das Ehescheidungen erlaubt.

Code Civil = BGB

code-civil

Die ersten Entwürfe zu einem Code civil entstanden in Frankreich bereits in den Revolutionsjahren 1793 bis 1797. Im Jahr 1800 berief Napoléon eine vierköpfige Kommission unter der Leitung von Jean-Jacques Régis de Cambacérès, die eine Rechtsvereinheitlichung schaffen sollte. An der Ausarbeitung des Code civil waren insbesondere Jean-Étienne-Marie Portalis (1746-1807), François Denis Tronchet, Félix-Julien-Jean Bigot de Preameneu (1747–1825) und Jacques de Maleville (1741–1824) maßgeblich beteiligt. Der Code Civil wurde am 21.3.1804 eingeführt. Mit dem Code Civil schuf Napoleon ein bedeutendes Gesetzeswerk der Neuzeit. In Frankreich ist es in wesentlichen Teilen noch heute gültig (Links Wikipedia).

Code Civil galt in der Bayerischen Pfalz bis zum 31.12.1899

1801: Friedensvertrag von Lunéville

Durch den Frieden von Lunéville vom 9.2.1801 verzichtete Österreich auf alle linksrheinischen Gebiete und erkannte die Angliederungen, auch von den Niederlanden – an Frankreich an.