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1902/ 1903 Distriktkrankenhaus = Kreiskrankenhaus Kibo

Distriktkrankenhaus Kibo

  • Michael Schlosser aus Albisheim war vom 3.9.1903 bis zum 18.11.1903 = 76 Tage lang im Distriktkrankenhaus Kirchheimbolanden stationär aufgenommen worden. An Verpflegung berechnete das Hospital für 76 Tage x 1,20 Mark = 91,20. Die AOK Albisheim zahlte per Boten bar am 3.12.1903 Mark an das Krankenhauf.
  • Barbara Steuerwald, * 14.1.1877, die seit dem 27.12.1902 bei dem Gemeindeeinnehmer Philipp Mandler als einziges Dienstmädchen angestellt war, wo sie auch in einer Kammer wohnte. Ab dem 22. Juni lag sie krank nieder. Dr. Philipp Bohn aus Albisheim verschrieb ihr Medikamente, die ihre Mutter bei Apotheker Georg Apé in Zell abholte[1]. Leider halfen sie nicht, so dass sie schwer krank am 27. Juli in das Krankenhaus Kibo eingeliefert werden musste. Barbara bekam von den  35 Tagen 28 Tage mit je 0,55 Mark Krankengeld, während ihre Krankenhauskosten von 28,50 Mark von der Kasse voll und ganz bezahlt worden waren.  (Belege 11 und 15/1902).

[1]) Die Arznei kostete 3,80 Mark und wurde von der Dienstbotenkasse Albisheim bezahlt!

Mit der Postkutsche von Kibo nach Worms

Mit der Postkutsche Kibo nach Worms

Die „Großherzoglich Hessische Oberpos­tinspektion” in Darmstadt verfügte am 11. September 1855, dass der seither zwischen dem hessischen Alzey und dem bayerischen Kirchheimbolanden verkehrende „Personen-Postwagen” ab 1.12.1855 eingestellt und gleichzeitig eine „Personen-Postverbin­dung” zwischen Kirchheimbolanden und dem hessischen Worms hergestellt werden solle (Großh. Hess. Reg.-Bl 30/1855). Die­ser Postwagen bediente auf königlich-baye­rischem Gebiet die Strecke von Kirchheimbo­landen nach Marnheim, Albisheim/Pfrimm und Harxheim, passierte die Hoheitsgrenze bei Grenzstein Nr. 250 (s. Abb. 104), die durch Hoheitszeichen der beiden Staaten gekenn­zeichnet war, und fuhr auf großherzoglich-hessischem Gebiet weiter nach Wachenheim a. d. Pfrimm, → Monsheim, → Pfeddersheim, Pfiffligheim und Worms. Die Fahrgäste waren ge­halten, in Kirchheimbolanden, Pfeddersheim und Worms bei der Postexpedition die Karten zu lösen, die dem Conducteur (= Schaffner, Postkutscher) am Zielort zurückgegeben wer­den mussten. In Worms konnten im Gasthaus „Zum alten Kaiser” Fahrkarten gekauft wer­den. Nach und von den Zwischenorten war die Mitnahme von Handgepäck bis 30 Pfund erlaubt. Für Mehrgewicht musste „Überfrachtporto“ bezahlt werden. Gemäß Punkt 6 der Bestimmungen war Tabakrauchen im Coupé nur dann erlaubt, wenn alle Reisenden damit einverstanden waren. Wer zum Beispiel von Kirchheimbolanden nach Worms reisen woll­te, musste 52 Kreuzer bezahlen und von Mons­heim nach Worms 24 Kreuzer.

Gemäß Allerhöchster Verordnung der Großherzoglich-Hessischen Oberpostinspektion vom 4. Juli 1860 (Großh. Hess. Reg.-Bl. 21/1860) wurde jedoch die Postverbindung zwischen Alzey und Kirchheimbolanden wie­der aufgenommen. Auf dieser Strecke hielt die Postkutsche in Morschheim und Mauchenheim, benutzte auf der Weiter­fahrt den eingezeichneten Weg „von Mauchenheim nach Freimersheim”, passierte die Hoheitsgrenze bei Grenzstein Nr. 332, überquerte die Pariser Straße und mach­te, auf großherzoglich-hessischem Gebiet an­gelangt, Station in Freimersheim und Wahl heim. Für die Strecke von Kirchheimbolan­den nach Freimersheim musste der Fahrgast 21 Kreuzer entrichten.

Nach Eröffnung der Eisenbahnstrecke zwi­schen Worms und Monsheim im Jahre 1864 (Döhn 1957) wurde laut Verfügung der Groß­herzoglich-Hessischen Oberpostinspektion vom 10. Februar 1865 (Großh. Hess. Reg.-Bl. Nr. 6/1865) der Verkehr mit der Postkutsche zwischen Worms und Alzey sowie zwischen Worms und Kirchheimbolanden auf der Stre­cke Worms → Monsheim eingestellt. Von Monsheim aus konnten Reisende in Abhängigkeit der Ankunftszeiten der Eisenbahn dann mit der Postkutsche weiterreisen, wobei zwischen dem Streckenabschnitt Monsheim und Kirchheimbolanden der hessische Ort Wachenheim a. d. Pfrimm, dann die bayerischen Orte Harxheimm, Albisheim, Gauersheim, Rittersheim und Bischheim bedient wurden.

Ob die Fahrtroute Monsheim → ← Kirchheimbolanden über Marnheim, so wie sie 1855 be­stand, wegen der oben genannten Streckenbe­nutzung über Gauersheim und Rittersheim, aufgegeben wurde, konnte nicht ermittelt werden. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass die Strecke über Marnheim nach Kirchheimbolanden bereits nach 1865 nicht mehr mit der Postkutsche bedient wurde, denn es wurden im Jahr 1869 nur noch Personengeldtarife für die Strecke Monsheim → Kirchheimbolanden über Rittersheim veröffentlicht.

Reisende konnten auch mit der Postkutsche von Monsheim nach Alzey fahren. Diese Strecke berührte nicht königlich-bayerisches Gebiet. Sie führte nach Nieder-Flörsheim, Dalsheim und bediente die Grenzgemeinden Ober-Flörsheim und Flomborn. Eine Fahrt von Monsheim nach Alzey kostete 36 Kreuzer. Im Jahr 1855 waren für die Strecke Monsheim → Kirchheimbolanden über Marnheim 34 Kreuzcr zu entrichten, für die Strecke nach Kirchheimbolanden über Rittersheim 42 Kreuzer.

  

 

Quelle: Willi Matthes, a.a.O. S 229 und 230

Familie Joh. Michael Bechtluft, von Detlef Uhrig

2286 Bechtluft Joh. Michael * Göllheim

Mitglied des Stadtrates Kibo, † 24.4.1803, Bürgermeister 1761, 1762, 1768 und 1779, Schneidermeister, baute 1772 das hübsche Haus in der Alleestraße 5, Sein Vater Joh. Christian Bechtluft                  oo 25.6.1752 Sibylla Margaretha Kalbfuß, * 12.121731, † 13.6.1810, Tochter des Joh. Jacob Kalbfuß, “Weißbäcker” und der Anna Barbara Drapp (Familie # 11113)

Die Kinder des Michael Bechtluft

1.) Johann Jacob Bechtluft * 29.4.1753
2.) Anna Margaretha Bechtluft * 4.9.1754, † 23.9.1756
3.) Anna Barbara Bechtluft *  19.12.1755, † 24.10.1756
4. Anna Magdalena Bechtluft *  8.3.1757
    oo 6.11.1786 Mayer Leonhard, Leibschneider * Bad Homburg v.d.H.
5.) Henrich Carl Bechtluft * 20.2.1759 /#  2287
      Schneidermeister in der Alleestraße
    oo 18.8.1789 Kalbfuß A. Barb. Henrietta * 22.10.1766 / 11114
6) Maria Louisa Bechtluft, * 6.5.1761, † 30.8.1833
   oo Joh. Peter Baum, / # 2186
7) Maria Christiana  Bechtluft* 24.6.1763
    oo 2.2.1790 Rühl Johann Georg (Riehl)
         Hoftapezierer von Straßburg, kath.
8) Joh. Friedrich Bechtluft *    15.3.1767, war 1792 Hofmusiker
9) Johann Philipp Bechtluft * 4.6.1770
10) Johanna Justina Bechtluft * 29.5.1773
11) Maria Elisabetha Bechtluft * 24.5.1776
       ihre Tochter Amalia Christiana Bechtluft  * 1.1.1798

# 2287 aus 2286: Bechtluft Henrich Carl * 20.2.1759, † 5.4.1847, von Detlef Uhrig

Bäckermeister in der Alleestraße  & Gasthaus zur Rose, war 1790, 1793 Bürgermeister, seine Heirat: oo 18.8.1789 Anna Barbara Henrietta Kalffuß * 22.10.1766, † 24.12.1820 (# 11114)

Kinder des Henrich Carl Bechtluft: 

1 ) Bechtluft Johann Carl * 7.5.1790, Steuereinnehmer, # 2288
    oo 27.11.1823 Maria Cetto * 9.9.1797 Saargemünd,, † 1.8.1824 Kibo
        Eltern Franz Victor Cetto, Steuereinnehmer oo
     oo Maria Magda Jacobi, † 29.1.1814 Reims
2. Ludwig Christian Bechtluft * 23.2.1793 (# 2289)
     oo 25.5.1847 Maria Susanna Katzenbach * 8.9.1802 Alsenbrück
        Eltern: Nicolaus K., Lehrer oo Susanna Dielmann
3.) Johann August Bechtluft * 18.1.1795
4.  Louisa Henrietta Bechtluft * 14.3.1797, † 11.6.1878
       oo 10.4.1828 Joh. Adam Schloßtstein * 3.7.1793 (# 195061)
      Eltern Friedrich A. Schloßstein oo Maria Engel Herbst
5.) Joh. Philipp Bechtluft * 1801, † 21.2.1804
6.) Maria Christina Bechtluft * 10.8.1802, † 29.5.1817

Des Côtes Joh. Friedrich, reformierter Pfarrer

# 4385, Biundo # 828: Des Côtes Joh. Friedrich, Hofprediger, ref. Pfarrer 1758 bis 1811; 

von Detlef Uhrig & Rebekah Brand

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Detlef Uhrig

branchenbaerZur Person:

Kriegskind, erlebte  in Kaiserslautern den Bombenhagel des 2 Weltkriegs, Hunger & Not der Nachkriegszeit,  Abitur in Mannheim, Studium an Uni Köln und Bonn, zahlreiche Auslandsaufenthalte, spricht gut Deutsch, Französisch, Englisch, Arabisch

Chronist der Nordpfalz:

zahlreiche und sehr umfangreiche  genealogische Veröffentlichungen : Albisheim, Marienthal, Rockenhausen (ROK), Dörnbach, Katzenbach, Gundersweiler, Reichsthal, Seelen, Rathskirchen, Rudolfskirchen, Berzweiler, Hefersweiler, Erlenbach. Viele Dateien harren noch der Veröffentlichung.

aktuelles Großprojekt: Kirchheimboladen (Kibo)

 

 

Familienbuch Kibo, 1695 – 1820, von Detlef Uhrig

Das vorliegende Familienbuch Kirchenbuch „Kirchheimbolanden“ ist i.d.R. eine rein genealogische Darstellung, die Geburt, Hochzeit, Kinder und Tod der Partner umfasst. Die Daten basieren auf den Daten der Kirchenbücher Kirchheim der drei Konfessionen der Lutheraner, Reformierten und Katholiken. Ergänzt um Daten der KB Bolanden, Enkenbach-Alsenborn, Albisheim & Gauersheim, Rockenhausen des 18. Jahrhunderts. Daran anschließend sind die standesamtlichen Akten ab 1798 eine sehr ergiebige u. verlässliche Quelle, die weit zurückblickend in das 18. Jahrhundert Datenlücken schließen bzw. ergänzen.  Allerdings ist die gesamte Verlinkung = familiären Zuordnung wegen der riesigen Datenflut erst zur Hälfte abgearbeitet und wird noch einige Zeit dauern

Im 18. Jahrhundert waren die Kirchenbezirke Kibo nicht deckungsgleich mit den politischen Gemeinden. So war Bischheim z.B. eine große lutherische Kirchengemeinde, deren Familienereignisse Eingang im eigenen KB fanden. War jedoch der Ehemann reformiert und seine Gattin lutherisch, dann wurden die Knaben im reformierten KB Kibo eingetragen, während die Töchter im KB Bischheim zu finden sind. 1/10 der Einwohner waren katholisch und ließen ihre Kinder in Kibo einsegnen, während die reformierte Nachbarsfamilie ganz in Kibo zu finden ist. Ganz krass war die Situation für die vier Familien Fischer, Billhardt, Knoth und Bürcky auf dem Donnersberg. Für alle vier war der lutherische Pfarrer in Dannenfels nicht zuständig. Ihre Daten fanden in den ref. und kath. KB Kibo Eingang, während die dort wohnende mennonitische Familie Bürcky erst ab 1798 in Dannenfels registriert wurde.  Die in den Kirchenbüchern genannten Sexgeschichten, Morde etc. werden auf dieser web-site veröffentlicht.

Dank der Recherche von Hans Döhn, Kirchheimbolanden, die Geschichte einer Stadt, S. 291 ff. wissen wir, welche Familien um 1725/1735 in der Residenzstadt Kibo Haus- & Grundbesitz hatten. Dies war Basis meiner Recherche. Dieser Stadtplan ist unten abgedruckt, sowie die Häuserliste, ergänzt um die Familien # des Familienbuches Kibo, Band I.. Die heutigen Straßenbezeichnungen und entsprechenden Hausnummern finden Sie auf der Google.map

The Family book of Kirchheimbolanden

The present family book “Kirchheimbolanden” is a purely genealogical representation, which includes the dates of births, weddings, infos about the children and deaths of the partners. The data are based on the parish registers Kirchheim of the three denominations of the Lutherans, Reformed and Catholics. supplemented by the registers of Bolanden, Enkenbach-Alsenborn, Albisheim & Gauersheim, Hochspeyer  & Rockenhausen of the 18th century. Following this, the official files from 1798 onwards are a very productive and reliable source, completing or supplement data gaps of the 18th century. However, the entire link = familial assignment is only worked off  – caused by the huge data flood –  will still take some time
In the 18th century, the church areas were not covered with the political communities. Bischheim was, for example, a large Lutheran church community, whose family events found their way into their own KB. However, if the husband was reformed and his wife was Lutheran, the boys were registered in the reformed parish register of Kibo, while the daughters of KB Bischheim were found. 1/10 of the inhabitants were catholic and had their children blessed in Kibo, while the reformed neighbor family was found in Kibo. The situation for the four families Fischer, Billhardt, Knoth, and Bürcky on the Donnersberg was quite impressive. The Lutheran pastor in Dannenfels was not responsible for all four. Their family files were found in the ref. and catholic parish registers, while the Mennonite family Bürcky, which was living there, was registered in Dannenfels from 1798 onwards. The sex stories, murders, etc. mentioned in the church books are published on this web-site.
Thank to the researches  of Hans Döhn, Kirchheimbolanden, the history of a city, p. 291 ff., Therefore we know, all families, who had liived in the years 1725/1735 in the little residence town Kibo . This was  for me the basis for my research. This map is printed at the bottom, as well as the list of houses, supplemented by the families # of the family book Kibo, volume I. The current street names and corresponding house numbers can be found on the Google.map