Nov. 1938: Destruction of the Synagoge

Nov. 1938: Destruction of the Synagoge

synagoge

“Am Donnerstag, den 10. November 1938, morgens um 8:45 Uhr, ertönte zum ersten Male die Sirene als Feuersignal. Das im Husarenhof gelegene Anwesen der isr. Kultusgemeinde (Synagoge) stand in hellen Flammen. Das Feuer war von SA-Männern mit Benzin gelegt worden, nachdem sie vorher die Inneneinrichtung geplündert hatten.Die Wehr stand kurz nach der Alarmierung mit 2 Hydrantenzügen an der Brandstelle. Da in dem Anwesen infolge dauernder Einsturzgefahr nichts mehr zu retten war, stand als Tätigkeit für die Wehr nur noch das Schützen der angrenzenden Wohnhäuser zuvor. Gegen 10 Uhr, nachdem das Feuer ziemlich auf seinen Herd beschränkt war, konnte die Wehr wieder einrücken. Das Anwesen brannte völlig bis auf die Mauern nieder. (…) Besonders war nicht vorgefallen” (a.o. Britta Lehna, Seite 58)
Anfang 1941 wurde die Ruine gesprengt; der Bauschutt wurde zum Auffüllen der Bahnhofstraße verwendet. Das Grundstück kam in den Besitz der Stadt.

Im Dezember 1949 erfolgte eine Rückübertragung an die Jüdische Kultusgemeinde Landau. Nach Abschluss des Restitutionsverfahrens zahlte die Stadt 1950 eine Entschädigung in Höhe von 2.300 DM und konnte im folgenden Jahr das Anwesen für 4.500 DM wieder erwerben. Bei Aufräumarbeiten des Grundstückes wurde eine Torarolle mit Wimpel gefunden und der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz übergeben.

1978 wurde eine Gedenktafel am Standort der Synagoge angebracht. 1984 wurden drei Steine aus den Konzentrationslagern Natzweiler-Struthof, Dachau und Auschwitz vor der Gedenktafel aufgeschichtet. 1988 wurde eine Zusatztafel enthüllt. Das Synagogengrundstück ist als Parkanlage zwischen Paulskirche und Schlossplatz gestaltet ( Quelle: jüdische Gemeinde Kirchheimbolanden, Internet)
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