Krankenversicherung für Dienstboten

Krankenversicherung für Dienstboten

Beitragspflichtig waren nach dem “Armengeetz” vom 29.4.1869, Art. 20

  • alle in der Gemeinde im Dienste oder in einer ständigen Arbeit stehenden, nicht heimatberechtigten Personen, soweit solche nicht bereits der Gemeindekrankenversicherung angehörten, also namentlich die Dienstboten, die unbezahlten Lehrlinge und
  • alle in der Gemeinde heimatberechtigten, dienenden und arbeitenden Personen, wenn sie weder einen eigenen Hausstand haben, noch bei ihren Eltern wohnten.
  • Die Höhe der Beiträge betrug im Quartal für
  1. Männer über 16 Jahre zahlten 1,56 Mark,
  2. Weibliche Personen über 16 Jahre 1,12 Mark,
  3. Jugendliche unter 16 Jahren = 0,78 Mark
  • Die Dienstherren oder Arbeitgeber hafteten für die richtige Bezahlung der Beiträge. Rückständige Beiträge wurden nach den damaligen Bestimmungen zwangsweise kassiert!
  • Dank der Hebelisten der einzelnen Jahre kennen wir sowohl die Dienstmädchen als auch deren Arbeitgeber. Im ersten Quartal waren es 93, im II. Quartal 91, III. Quartal 98 und im IV, Quartal 117 Personen als Arbeiter und Dienstmädchen oder in ähnlicher Position bei 53 Arbeitgebern beschäftigt gewesen.