Die Ludwigsbahn entsteht

 

  • Diese Eisenbahnlinie Homburg,  KL, NW, Ludwigshafen  war die Initialzündung der pfälzischen Industrialisierung und unterstützte die Freiheitsbewegung von 1848/49

  •  Die Forderungen nach einer besseren, modernen Verkehrsanbindung könnten von Industriellen in Bexbach ausgegangen sein, um die Saarkohle an den Rhein zu bringen. Förderlich war auch der Plan des franz. Staates, eine Bahnlinie von Straßburg aus in Richtung Norden zu bauen. Dies erkannten die Militärs als Drohung und unterstützten den Eisenbahnbau, um eventuell schnell an der West-Front zu sein.
  • 30.3.1838: Gründung der Eisenbahngesallschaft „Ludwigsbahn“ und Berufung des genialen und Managers Paul Camille Denis. Die Planung dauerte 6 Jahre, bis es losging. 
  • Im Aoril 1844 begann man gleichzeitig von Ludwigshafen und von Bexbach über Homburg. die Eisenbahnstrecke zu bauen. Die Bahnlinien wuchsen einander entgegen. Die Streckenführung:
    eisen-strecke

    eisen-lambDies war ein Riesen Projekt, das in nur 4 Jahren realisiert wurde. Eine großartige Leistung aller Beteiligten, Immense Erdbewegungen ohne Maschinen, welche erstaunliche Bauleistungen wurden da vollbracht.

    • 2 Millionen cbm Erde bewegt,  Große Problme bereitete der Landstuhler Bruch mit seinem moorigen Untergrund. Dort mussten teilweise bis zu 10 m tief  festes Material eingebracht werden. en.,
    • für die 23 Viadukte und 269 Brücken brauchte man riesen Mengel an Sandsteinen, die lokal gebrochen und vor Ort zugehausen wurden.
    • Auf der Strecke Kaiserslautern nach NW = 32 Km, entstanden 12 Tunnels. Diese Arbeiten erledigten Bergleute und Brunnenbauer aus der Nordpfalz. Die Zahl der umgekommenen Arbeiter bei den vielfältigen Bauarbeiten, Sprengungen, Steinstürzen etc.wurden statistisch nicht veröffentlicht.
    • Das Volumen der bis zu 12 m hohen Stützmauern 15.000 cbm.
    • Verlegung des Speyerbachs auf 2.600 m., zudem 140 m Bachüberbauung
    • Riesige Mengen an Schotter kamen aus dem oberen Lautertal
    • 10.000 Tonnen Schienenmaterial
    • Wasserkräne, 16 Wasserbehälter, Pumpwerke, 200 Weichen
    • eisen-franken
    • Es entstanden  28 Bahnhöfe mit Lagerhallen  in den Gemeinden entlang der Bahnstecke

    (Quelle: Andreas Räntzsch, Die Eisenbahn in der Pfalz)

 

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