Archiv der Kategorie: Ärzte

Krankenversicherung für Dienstboten

Krankenversicherung für Dienstboten

Beitragspflichtig waren nach dem “Armengeetz” vom 29.4.1869, Art. 20

  • alle in der Gemeinde im Dienste oder in einer ständigen Arbeit stehenden, nicht heimatberechtigten Personen, soweit solche nicht bereits der Gemeindekrankenversicherung angehörten, also namentlich die Dienstboten, die unbezahlten Lehrlinge und
  • alle in der Gemeinde heimatberechtigten, dienenden und arbeitenden Personen, wenn sie weder einen eigenen Hausstand haben, noch bei ihren Eltern wohnten.
  • Die Höhe der Beiträge betrug im Quartal für
  1. Männer über 16 Jahre zahlten 1,56 Mark,
  2. Weibliche Personen über 16 Jahre 1,12 Mark,
  3. Jugendliche unter 16 Jahren = 0,78 Mark
  • Die Dienstherren oder Arbeitgeber hafteten für die richtige Bezahlung der Beiträge. Rückständige Beiträge wurden nach den damaligen Bestimmungen zwangsweise kassiert!
  • Dank der Hebelisten der einzelnen Jahre kennen wir sowohl die Dienstmädchen als auch deren Arbeitgeber. Im ersten Quartal waren es 93, im II. Quartal 91, III. Quartal 98 und im IV, Quartal 117 Personen als Arbeiter und Dienstmädchen oder in ähnlicher Position bei 53 Arbeitgebern beschäftigt gewesen.

Cholera Fälle in Albisheim

1832: Cholera in Albisheim, Kibo wurde aktiv:

Würde heute eine Cholera – Seuche ausbrechen, dann würde der Krisenstab sofort Alarm auslösen und nach vorhandenen Plänen situationsgerecht reagieren. Wie genau dies allerdings in 1832 ablief, wissen wir nicht? Auf jeden Fall informierte die Gemeinde das Landeskommissariat, die ihrerseits Herrn Dr. Heinrich Oberle[1] von Kirchheim nach Albisheim schickte, um „nach dem Rechten zu sehen“. Der Text des Auszahlungsbelegs N° 71 lautet: „eine Tagesgebühr wegen den in den Gemeinden des Kantons Kirchheim im Falle des Eindringens der Cholera zu treffenden Vorkehrungen“ veranlasste das Königliche Landeskommissariat am 18.10.1832 die Zahlung von 2 Gulden. Am 10.11.1832 wurde der Betrag Dr. Oberle in Neulauterburg ausgehändigt. Dr. Oberle dürfte

  • die Einrichtung einer kleinen Isolierstation und
  • die Verbesserungen der Wasserversorgung mit Einhaltung entsprechender Hygieneregeln veranlasst haben

Ein weiteres Aha-Erlebnis brachte der Beleg # 106/1832 des Schreinermeisters Christian Göhring[2] vom 9.6.1832: er schreibt, er „habe in Gefolge mündlichen Accords auf Rechnung der Gemeindekasse von Albisheim, dass er bei Ausbruch der Cholera für Cholerakranke der Gemeinde Albisheim in dem bestimmten Lokal[3] fünf Bettstellen und zwei Nachtstühle, sowie 5 Strohsäcke um den accordmäßigen Betrag von 41 Gulden 23 X geliefert und bitte deshalb um gefällige Anweisung“. Der Betrag wurde am 11.6.1832 angewiesen und zwei Tage später vom Land-Kommissariat in Kirchheim bestätigt! Christian Göhring nahm 1832 auch die Leichenschau vor. Laut seiner Aufstellung war in 1832 der erste Sterbefall der der Jüdin Elisabetha Benedikt gewesen.  Zusammen hatte Albisheim in jenem Jahr nur 17 Todesfälle zu beklagen gehabt.  Je Sterbefall berechnete er 24 x. Viele Jahrzehnte blieb diese Gebühr unverändert.

Jacob Anton Brogino[4] aus Kirchheim (Familienbuch Kibo # 2917) lieferte für diese Betten 5 Wolldecken, das Stück für 3fl 40, zusammen für 18 fl 20. Rechnungsdatum war der 20.8.1832!

Da die standesamtlichen Akten damals keine Todesursachen benannten, können keine Quantifizierungen vorgenommen werden. Der Krankheitsverlauf in Albisheim dürfte sehr milde verlaufen sein, denn der Leichenbeschauer Christian Göhring rechnete nur 17 Sterbefälle ab. Wenn wir noch die 2 Totgeburten abziehen, dann  gab es  1832  sogar verhältnismäßig wenige Sterbefälle.

[1]) Dr. Heinrich Oberle, war der Sohn des Rentmeisters Johann Anton Oberle, der laut seiner Sterbeurkunde vom 7.4.1849 (STA Kibo) in Schlettstadt/Elsaß  im Nov. 1775 auf die Welt gekommen war . Seine Mutter Margretha Weimar stammte aus Bingen und starb 55 jährig am 21.12.1818 in Kibo. Über Dr. Oberle ist wenig bekannt. Als er 1832 für Albisheim tätig wurde, hatte er 25jährig gerade sein Medizin-Studium abgeschlossen. Er dürfte den Bau der kleinen Isolierstation mit 5 Betten veranlasst haben!

[2]) Christian Göhring, * 14.8.1784, † 31.10.1848, oo 15.4.1813 Maria Barbara Göhring, * 226.1790, † 21.4.1856, die Familie hatte 11 Kinder, siehe Familienbuch Albisheim unter # 7089!

[3]) Wo sich dieses bestimmte Lokal befand, wurde aber nicht genannt!

[4]Brogino  Jakob Anton,  * 5.4.1778 in Kibo, † 28.4.1854, nachmittags um 2 Uhr in Kibo, 75 Jahre u. 23 Tage alt, Kaufmann u. Gutsbesitzer hier,  Ehemann  der  Katharina geb. Lennig, 63 Jahre alt,  S. d. in Kibo am † 15.8.1793  Kaufmanns Joseph Brogino u. der Maria Susanna Iganzia geb. Meletta, * 29.8.1744 (deren Eltern hießen Bernhard und Maria Margaretha NN).  Familienbuch # 2917

1902/ 1903 Distriktkrankenhaus = Kreiskrankenhaus Kibo

Distriktkrankenhaus Kibo

  • Michael Schlosser aus Albisheim war vom 3.9.1903 bis zum 18.11.1903 = 76 Tage lang im Distriktkrankenhaus Kirchheimbolanden stationär aufgenommen worden. An Verpflegung berechnete das Hospital für 76 Tage x 1,20 Mark = 91,20. Die AOK Albisheim zahlte per Boten bar am 3.12.1903 Mark an das Krankenhauf.
  • Barbara Steuerwald, * 14.1.1877, die seit dem 27.12.1902 bei dem Gemeindeeinnehmer Philipp Mandler als einziges Dienstmädchen angestellt war, wo sie auch in einer Kammer wohnte. Ab dem 22. Juni lag sie krank nieder. Dr. Philipp Bohn aus Albisheim verschrieb ihr Medikamente, die ihre Mutter bei Apotheker Georg Apé in Zell abholte[1]. Leider halfen sie nicht, so dass sie schwer krank am 27. Juli in das Krankenhaus Kibo eingeliefert werden musste. Barbara bekam von den  35 Tagen 28 Tage mit je 0,55 Mark Krankengeld, während ihre Krankenhauskosten von 28,50 Mark von der Kasse voll und ganz bezahlt worden waren.  (Belege 11 und 15/1902).

[1]) Die Arznei kostete 3,80 Mark und wurde von der Dienstbotenkasse Albisheim bezahlt!

Wenner Joh. Georg, Unterarzt in Kibo

Wenner Joh. Georg, Unterarzt in Kibo

* 18.4.1790  in Grünstadt,  Ehemann d. Friederika geb. Jäger, * 1804,  S. d. in Grünstadt verstorbenen Hutmachersleute Ferdinand Gottlieb Werner u. Sibilla geb. Durk.  Unterarzt Werner war mit Friederica Jäger verheiratet gewesen . Er starb am 2.6.1858, morgens um 5 Uhr in Kibo

  • Der Unterarzt Georg Wenner[aus Kibo behandelte die arme Witwe Ernestina Christina Müller[2], geb. Gauch, die im Januar bei Glatteis gefallen war und sich eine offene Wunde am Oberschenkel zugezogen. Die Wunde hatte sich entzündet und war vereitert Der Unterarzt presste die Wunde mehrmals aus und bekam dafür 8 Gulden von der Gemeinde Albisheim bezahlt! Seine Bemühungen waren vergebens. Ernestine Müller  starb am 2.2.1843! Hinweis: ihre Heirat oo 26.6.1800 ihren Ehemann Joh. Philipp Müller * 14.8.1770 in Albisheim, gestorben 15.2.1814

12592: Dr. Von Liederskron

# 12592: Dr. von Liederskron, Friedrich Leopold, * 1815/16 Erlangen, † 8.8.1890, he was married with Anna Elisabetha Schmidt * Nov. 1811 in Erlangen. Nachfolger von Dr. Hitzfeld, † 29.9.1869

Als  Bezirksarzt führte er die Pocken-Impfungen durch. Nachfolgend sein Rechnungsbeleg für die 15 geimpften Albisheimer Kinder aus 1872. Er bekam dafür je Kind 30 Kreuzer = 1/2 Gulden. Den Rechnungsbetrag von 7 Gulden, 30 X bekam er durch Boten im Jahr 1873 ausbezahlt. impfung

Dr. Weigel, Apotheker Dercum, Dr. Hitzfeld, Unterarzt Werner

1842:  Dr. Weigel verschreibt und Apotheker Dercum zaubert.

  • Im März 1842 erkrankte der 19jährige Johann Georg Motz,* 18.6.1822, schwer an einer ungenannten Krankheit. Seine sehr besorgte Mutter, die Witwe ließ den praktischen Arzt Herrn Dr. Weigel[1] aus Kibo kommen, der für die ärztliche Hilfeleistung 48 x verlangte. Da die 54jährige Witwe Margretha Elisabetha Motz[2], geb. Conrad sehr arm war, übernahm die Gemeinde „armutshalber“ diese Kosten. Aber die ärztliche Kunst war vergebens. Joh. Georg verstarb. Auch schon damals waren Beerdigungen teuer. Der Schreiner Christian Göhring fertigte die Todeslade, die die mittellose Witwe natürlich nicht begleichen konnte. Also sprang die Gemeinde wieder ein. Die Kosten der Todeslade in Höhe von 6 Gulden erhielt der Schreiner am 25.4.1842 vom Gemeindeeinnehmer ausgehändigt.
  • Ende 1842 bzw. in den ersten Januartagen des Jahres 1843  starb die ledige Catharina Motz[3], * 10.1.1800, die am 6.5.1833 ihre Tochter Wilhelmina Motz zur Welt gebracht hatte. Die Gemeinde übernahm die Kosten für ihre Todeslade in Höhe von 6 fl. Damit ihr Vater etwas Geld in die Hände bekam, beschäftigte ihn die Gemeinde in 1843 als Bettelvogt an 150 Tagen! (siehe unten)
  • Ein weiterer Sozialfall war die Familie des Georg Werkle, der als Nachtwächtermit 36 Gulden pro Jahr sich und seine Familie nur mangelhaft ernähren konnte. Seine 14jährige Tochter Jacobina, * 3.12.1827, erkrankte mehrmals an einer rätselhaften Krankheit. Ratlos, hilflos bat der Vater den praktischen Arzt Dr. Weigel aus Kibo um ärztliche Hilfe, der etliche Mittelchen verschrieb. Daraufhin ging der Vater mehrmals nach Kibo, so am 27., 29. 31. Jan. und 8.2.1841 um diverse Mixturen beim Apotheker Friedrich Dercum[4] in Kibo zu holen. Das Mädchen brauchte ½ Jahr später wieder Medizin. Lt. der Rechnung vom 20.1.1843 waren dies am 3. August Tropfen und am 8. Dezember Pulver. Im Januar 1842 bekam Jacobina weitere Tinkturen und Pülverchen. Aber die damalige ärztliche Kunst und Pharmazie versagten. Übrig blieben die Apotheker- und Arztrechnung in Höhe von 4,35 fl bzw. 1,48 Gulden, sowie die Sargkosten von 6 fl., die auch aus der Gemeindekasse bezahlt wurden.
  • Der Unterarzt Georg Werner[5] aus Kibo behandelte die arme Witwe Ernestina Christina Müller[6], geb. Gauch, die im Januar bei Glatteis gefallen war und sich eine offene Wunde am Oberschenkel zugezogen. Die Wunde hatte sich entzündet und war vereitert Der Unterarzt presste die Wunde mehrmals aus und bekam dafür 8 Gulden von der Gemeinde Albisheim bezahlt! Seine Bemühungen waren vergebens. Ernestine Gauch starb am 2.2.1843!
  • Der Kantonsarzt Hitzfeld[7] impfte auch dieses Jahr (1842) auf Gemeindekosten Kinder armer Familien gegen die Pocken. Diesmal war es der Sohn der armen Familie Beck, den 13jährigen Ludwig Beck, * 25.2.1829, wofür Hitzfeld für 14 x bekam. Ludwig Beck gehörte später zu den 39 Albisheimern, die 1851 nach Amerika auswanderten und vorher vom Pfarrer Gyßling als Trost, als Segen, das Heilige Sakrament des Abendmahles erhalten hatten.

Ein Jahr später erhielten Philipp, * 5.6.1842 und die Barbara Enders * 10.7.1834, den Pockenschutz vom gleichen Arzt!

  • Außerdem stellte die Gemeinde dem ArmenfondsAlbisheim 150 Gulden zur Verfügung. Leider ist das Rechnungsbuch dieses Jahres nicht mehr vorhanden. Deshalb können keine weiteren Angaben über die dort getätigten Ausgaben gemacht werden.
Fußnoten

[1]) Weigel, Dr.  Philipp Franz, praktischer Arzt in Kibo  * 27.1.1814 in Kandel, S. des Notars Johann Franz Weigel u. Maria Katharina Josephina geb. Walther, aus Kandel;  Hochzeit am 3.6.1837 mit Theresia Maria Franziska, geb. von Mangste,  * 5.2.1816 in Müchen,   ihre Eltern. Karl von Mangste, Sekretär am Königl. Rechnungshof in München oo Barbara geb. Riedhöfer, München;  Trauzeugen:  Ludwig Sartorius, Notar in Rockenhausen, 34 Jahre alt;  Georg Jakob Gießen, Landkommissar u. Verwandter in Kibo, 64 Jahre alt;  Friedrich Victor Dercum, Apotheker u. guter Freund, 41 Jahre alt;  Franz Dercum, Landkommissar in Pirmasens, 36 Jahre alt;  alle waren von Kibo.

[2] ) Motz Georg Heinrich, * 22.12.1763 oo 22.8.1807 Mar. Elis. Conrad, * 10.3.1786. Das Ehepaar hatte 7 Kinder, von denen 4 als Kinder gestorben waren. Nur die beiden ältesten Kinder,  Tochter Maria,* 1810 und Sohn Johann Peter, erreichten das Erwachsenenalter und gründeten ihrerseits Familien.

[3] ) Joh. Georg Motz und Catharina Motz waren 3. Grades miteinander verwandt gewesen. Ihr gemeinsamer Vorfahr war Johann Ludwig Motz * 8.12.1735 gewesen.

[4])  Dercum  Friedrich Viktor, * um 1796 in Blieskastel,   † 23.9.1871 in Kibo,  mittags um halb 1 Uhr,  Apotheker in Kibo, 75 Jahre alt, * in Blieskastel, Hochzeit in Mauchenheim Friederika Louisa geb. Fitting, * in Mauchenheim,  Tochter der Eheleute, Gutsbesitzer Hermann oo Cath. Mathäus, Ehefrau † 9.8.1863. Dercum war Sohn  des in Blieskastel am 03.05.1825 verstorbenen Franz Karl Christoph Dercum, Friedensrichter, u. der Anna Regina geb. Weidmann.

[5]) Werner  Johann Georg,  Unterarzt in Kibo,  * 18.4.1790  in Grünstadt,  Ehemann d. Friederika geb. Jäger, * 1804,  S. d. in Grünstadt verst. Hutmachersleute Ferdinand Gottlieb Werner u. Sibilla geb. Durk.  Unterarzt Werner starb am 2.6.1858, morgens um 5 Uhr in Kibo

[6]) Johann Philipp Müller kam am 14.8.1770 in Albisheim auf die Welt. Die Eheschließung mit Ernestina Christina Gauch war am 26.6.1800. Der Ehemann starb am 15.2.1814 an der europaweit wütenden Scuche, vielleicht einer Grippewelle. In den Albisheimer Akten sind  2 Geburten verzeichnet!

[7]) Dr. Hitzfeld  Johann Ludwig,  * 13.2.1794 in Kandel,  Kantonsphysikus (Kantonsarzt)  in Kibo,  Sohn  des Gerichtsarztes Johann Baptist Hitzfeld und der Magdalena geb. Herzog, beide in 1821 wohnhaft in Zweibrücken,  Heirat am 15.11.1821 Anna Maria geb. Weinkauf,  * 20.5.1797 in Kibo, Poststallhalterin in Standenbühl,  T. d. königl. Oberförsters Friedrich Weinkauf, u. der am 24. 10.1807 † Maria Christina geb. Ditmar, alle von Kibo,  sie war die Witwe des am 1.10.1820 in Standenbühl † Anton Lierre, Poststallhalter dort;  Trauzeugen:  Friedrich Preyß, Renter und Großvater der Frau, 76 Jahre alt;  Jakob Anton Brogino, Handelsmann und guter Freund, 44 Jahre alt;  Andreas Joseph Roquiquet, Gerichtsbote und guter Freund, 29 Jahre alt;  Christoph Völkel, Gutsbesitzer und guter Freund, 50 Jahre alt,  alle waren von Kibo. Dr. med. Hitzfeld starb am 29.9.1869 in Kirchheimbolanden.

Dr. med. Georg Emil Gießen * 1.18.1816

# 7666: Dr. Georg Emil Gießen * 1.8.1816 in Kibo

prakt. Arzt in Zell, † 24.10.1860 im Hotel Central in Lissabon;   S. d. Andreas Gießen,  59 Jahre alt,  Kaufmann u. Stadtrat in Kibo,  u. der am 21.10.1818 † Louisa Christina, geb. Baum; mit Elisabetha Lennig, * 15.7.1823 in Kibo,  20 Jahre alt,   T. d. Johann Friedrich Carl Lenning,  Kaufmann, 1838 bis 1849  Bürgermeister in Kibo,  43 Jahre alt,  u. Maria Anna, geb. Schmidt,  41 Jahre alt;  Trauzeugen: Georg Jacob Gießen,  Landkommissar u. Onkel des Mannes,  70 Jahre alt; Carl Gießen,  Weinhändler u. Onkel des Mannes,  66 Jahre alt; Jacob Anton Brogino,  Gutsbesitzer u. Onkel der Frau,  66 Jahre alt;  Dr. Philipp Franz Weigel,  prakt. Arzt,  ein Verwandter des Mannes,  30 Jahre alt;  alle wohnten in Kibo. # 7666

Dr. med. Wilhelm Weiß, # 23620

# 23620: Dr. med. Carl Wilhelm Weiß, * 30.10.1840 in Bergzabern

29 Jahre alt,  prakt. Arzt in Kibo,   S. d. Friedrich Adam Weiß,  Dr. med. u. prakt. Arzt in Bergzabern,  61 Jahre alt,  u. Louisa Friederica, geb. Hertle,  53 Jahre alt,  von ebenda; mit Lina Catharina Huber, * 26.1.1851 in Kibo,  18 Jahre alt,   T. d. Johannes Huber,  Kürschner in Kibo,  † 5.5.1857,  u. die Witwe Elisabetha, geb. Hermann,  41 Jahre alt,  in Kibo wohnhaft; Großeltern Johann Philipp Huber oo Philippina Gillet,  Trauzeugen: 1.) Heinrich Hertle,  Bierbrauer in Bergzabern u. Cousin des Bräutigam,  31 Jahre alt; 2.) Adam Meyer,  Steuer- und  Gemeindeeinnehmer in Morschheim,  im 6. Grad mit dem Mann verschwägert,  39 Jahre alt; 3.) Jacob Kühnling,  Ökonom u. Onkel der Frau in Marnheim,  38 Jahre alt; 4.) Wilhelm Huber,  Kürschner u. Onkel der Braut aus Kibo,  38 Jahre alt ( #23620 oo 8883).

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Siehe: Bezirkskrankenhaus Kibo

Dr. med. August Diehl,

Dr. med. August Diehl * 19.7.1849 Obermoschel,

prakt. Arzt,  prot. Rel.  Sohn des Friedrich Diehl,  Apotheker in Obermoschel,  u. Catharina Elisabetha, geb. Huber,  beide in Obermoschel wohnhaft; er heiratete am oo 22.7.1876 Laura Maria Babette Ritterspach, * 16.3.1854 in Kibo,  prot. Rel.  Tochter des Ernst Wilhelm Ludwig Ritterspach,  Fabrikbesitzer in Kibo,  u. der † Louisa Friederica Hermine, geb. Winkelblech;  Trauzeugen:  Theodor Rittersbach,  Techniker in Kibo,  28 Jahre alt;  Julius Dietz,  Apotheker in Gaugrehweiler,  28 Jahre alt.

Ihre Kinder: 1.)  Herman Friedrich Diehl * 17. 5.,1877,  † 7.5.1951 in München, 2.) Lothar Theodor Diehl * 20.6.1879, † 5.12.1950 in München , 3) Elsa Maria Diehl * 14.1.1882;

19.3.1888 starb morgens um 7.30 Uhr: Dr. med.  August Diehl,  prakt. Arzt in Kibo, 38 Jahre alt,