1813: König Maximilian wechselte die Front

1802 u. 1803 Napoleon machte Bayern groß und stark durch Verstaatlichung der kirchlichen Fürstentümer und Klöster

Bayern bekam das riesige Gebiet des Erzbischofs Würzburg geschenkt. Da freute sich Maximilian von Bayern. Napoleon war ein echter Freund, bitte ein Klick

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Das frühere Wohnhaus des Erzbischofs von Würzburg, bitte ein Klick

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Napoleon schenkte Maximilian auch das Gebiet des Erzbischofs von Bamberg. So sind eben Freunde. 

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Da ließ sich frohlocken!

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Der Abt von Fürstenfeldbruck verlor seinen Besitz

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25.8.1805: Bündnisvertrag zwischen Napoleon  und Maximilian von Bayern

Die französischen Truppen überquerten am 3.9.1805 den Rhein und marschierten mit 7 Heeresgruppen ein.  Die Städte Ulm, Regensburg, Augsburg und Passau wurden von Österreichischen Truppen befreit, gesäubert und an die Verwaltung Maximilans übergeben. Napoleon versprach, wenn ich Österreich besiegt habe, mache ich Dich Herzog von Bayern zum König von Bayern. Wir besiegeln unsere tiefe Freundschaft mit einer Familienbande. Mein Stiefsohn Eugène Napoleon wird deine Tochter Amalia von Bayern heiraten

Und so geschah es: Nach der Schlacht von Austerlitz wurde feierlich am 31.12.1805 in München die Verlobung von Eugene und Amalia gefeiert  Welch ein toller Ausblick in die Zukunft

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Die Ziviltrauung war am 13.1.106 im grünen Salon, Gemälde von Jean Schormans)

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17.7.1806 Gründung des Rheinbundes und 6.8.1806 Kaiser Franz dankte als Deutscher Kaiser ab und erklärte das Deutsche Reich für erloschen und Maximilian I. wurde zum Bayrischen König ernannt.

1812: Russlandfeldzug:

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Napoleon wollte den Zaren disziplinieren &  bestrafen→ Russlandfeldzug → endete im Desaster, Vernichtung, Untergang der franz. Armee. Oh weh! von 600.000 Soldaten überlebten nur 30.000. Von 30.000 bayrischen Soldaten kehren nur 400 heim.

1813: König Maximilian I. von Bayern wechselte die Front und gewann wieder

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Noch rechtzeitig vor dem Untergang Napoleons wechselte Max I. die Front und zählte dann zu den glücklichen Siegern und Gewinnern

Nachdem Blücher mit seiner Armee am 1. Januar 1814 den Rhein überschritten hatte, war das endgültige Ende des Napoleonischen Kaiserreiches eingeläutet worden.

  • Aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zwischen Österreich und Bayern verwaltete ab dem 8.1814 die Landesadministrations- Kommission mit Sitz in Kreuznach das linksrheinische Gebiet zwischen Rhein und Saar und im Norden bis zur Mosel.
  • Beim Wiener Kongress setzte sich dann Preußen durch, das die Gebiete zwischen der Nahe und der Mosel für sich beanspruchte. Die paritätische besetzte Verwaltung zog daraufhin am 6.1815 von Kreuznach nach Worms um.
  • Nach der Schlacht von Waterloo sah die Welt schon wieder ganz anders aus. Die siegreichen „deutschsprachigen“ Fürsten einigten sich im >Pariser Territorial- Ausgleichsvertrag<  vom 3.11.1815 auf einen umfassenden Territorialausgleich, der am 14.4.1816 durch einen bilateralen  zwischen Österreich und Bayern sein endgültiges Gesicht bekam. Österreich bekam von Bayern Salzburg und Gebiete am Inn.
  • Das Königreich Bayern erhielt für über Hundert Jahre die Kreise Speyer, Kaiserslautern, Zweibrücken und den Kanton Kirchheimbolanden (mit Marnheim, Albisheim, Zell) zugesprochen. Auf den etwa 5.300 Quadratkilomertern lebten 429.625 Menschen. Am 29.4.1816 unterschrieben in Frankfurt die Österreichischen und Bayerischen Unterhändler das maßgebliche Abkommen, wodurch das heutige Rheinhessen an das Großherzogtum Hessen fiel und die Pfalz bayrisch wurde. 

Verwaltungszentrum wurde Speyer. Die Bayrische Regierung übernahm das franz. Verwaltungssysten und forderte die französischen Beamten auf, zu  bleiben und weiterhin ihre Ämter als Bayrische Beamte wahr zu nehmen.

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,oder Rheinbegradigung

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