Fahnenflucht und harte Strafen

Brutale Strafandrohung durch den Präfekten Jeanbon  St. André

  • In Gemäßheit der Gesetze vom 17. Ventôse achten (= 8.3.1800),
    6. Floréal elften (= 26.4.1803) und des kaiserlichen Dekrets vom
    8. Fructidor dreizehnten Jahres (= 26.4.1805) , wird ein jeder Konscribierten (Wehrpflichtiger), welcher zum Marschieren aufgerufen wird und sich nicht stellt oder sich stellt, aber auf dem Wege zur Korps desertiert, vom Tribunal in erster Instanz seines Bezirks zu einer körperlichen Strafe und nebst dieser zu einer aus seinem eigenen Vermögen oder der seiner Eltern zu entrichtender Geldstrafe von 1.500 Franken verurteilt
  • Das Gesetz vom 28. Nivôse siebenten und das Dekret vom 8. Fructidor dreizehnten Jahres erkennen eine Strafe von 300 bis 1.000 Franken gegen jeden Arzt oder Chirurgen, jeden bürgerlichen Beamten und gegen jeden Ober- und Unteroffizier der Armee, welche falsche Gebrechen attestieren oder für Untersuchungen oder sonstige Verrichtungen Geschenke annehmen. Zu meinem größten Missvergnügen habe ich wahrgenommen, dass viele Konscribierte mit lügnerischen Zertifikaten von den Bürgermeistern und Munizipalräten versehen waren, die ihnen falsche Gebrechen bezeugten  Man wird zukünftig mit größter Strenge dagegen verfahren
  • Hinweis: Nachdem die Pfalz bayrisch wurde, übernahm die bayrische Verwaltung auch dieses franz. Gesetz, was zur massiven Auswanderung nach Amerika führte.

Ein Gedanke zu „Fahnenflucht und harte Strafen“

Kommentare sind geschlossen.