1749: die Forstordnung

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  •  1748 wurde als organisatorische Voraussetzung das Zentrale Amt der Oberförsterei eingerichtet, dem alle Oberförster, Oberjäger und sämtliche Bedienstete unterstanden.
  • Das obige Gesetz wies in der Einleitung auf die vielen Mängel und unsinnigen Gebräche in den Forsten hin. Der Fürst stellte fest,, dass bei der stark wachsenden Bevölkerung der Waldbestand nicht für eine ausreichende Brennholz- und Bauholzversorgung reichen würde
  • Die Verordnung forderte die regelmäßige Begehung der Waldgrenzen und die Inspektion des Waldzustandes.
  • Die Verordnung schreibt vor, dass über 20 cm starke Hölzer nicht mehr als Brennholz verwendet werden durften, sondern den Schreinern, Wagnern und dem Bau– und Zimmergewerbe anzubieten sei. Um den Abtransport der verkauften Stämme zu forcieren, mussten die Besitzer für jeden Baumstamm  1/2 Gulden zahlen, wenn er länger als 6 Monate im Wald lagerte.
  • In dem Staats- und Privatwald durften nur solche Bäume gefällt werden, die vorher vom Oberförster gekennzeichnet waren.
  • Auch die Gemeinden hatten Waldmeister einzusetzen, die dem jeweiligen Oberförster unterstanden.
  • Hecken, Sträucher durften nicht mehr abgebrannt werden.
  • Das Feuermachen der Hirten und Waldarbeiter durfte nicht in der Nähe von brennbarem Material erfolgen
  • Gärten durften nicht mehr mit Holzplanken eingezäunt werden. Die Eigentümer hatten lebende Zäune zu pflanzen.
  • Das Einsammeln von Laub wurde verboten,
  • Wilde Bienenvölker durften nicht mehr geräubert werden.  Anzeigepflicht. Entnahm der Förster den Honig, so hatte er die Hälfte an den Fürstenhof abzuliefern.
  • Hirten durften keine Hunde halten, dieses Recht hatten nur die Schäfer.
  • Bei Treibjagden: durften nur Personen zwischen 18 und 60 Jahren eingesetzt werden. Gejagt wurden neben dem Rotwild auch Wölfe

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